GEMEINSAME SOMMERAUSFLÜGE 2026

Camping

Viele Menschen und Familien fahren im Sommer weit weg von zu Hause, um sich eine Auszeit zu gönnen und vom Alltag abzuschalten.

Für die Vierte-Welt Aktivmitglieder der Bewegung ist dies jedoch selten möglich! Deshalb nutzen wir seit Jahren den Sommer, um « gemeinsam unterwegs zu sein » und nach einem Jahr intensiver Arbeit auf informelle Weise unvergessliche Erlebnisse in der Gruppe zu erleben.

Die gemeinsamen Sommerausflüge: ein Ort, an dem jeder willkommen ist – eine wichtige Zeit zum Loslassen und Auftanken – ein Ort des Lernens und des Austauschs – eine Möglichkeit, am Leben des Landes teilzunehmen, die Einblicke in das Wesen unserer Gesellschaft vermittelt.

Entdecken Sie die Berichte verschiedener Teilnehmer über einige Ausflüge im Sommer 2026!

 

Wiltz

Am 16. Juli lud das Wiltzer Festival uns dazu ein, einen außergewöhnlichen musikalischen Moment mit Anne Paceo und ihrer Kreation Atlantis zu erleben.

Mit diesem Stück entführten uns die Musikerin zusammen mit ihren talentierten Musikern auf eine Reise ins Herz imaginärer Landschaften, wo sich Jazz, Rhythmen aus aller Welt und verzaubernde Klänge mit Feinheit vermischten. Eine freie und immersive Musik die uns immer weiter in ein zugleich spirituelles, onirisches und mysteriöses Universum führte.

Sur scene

Im Laufe des Konzerts blieben wir gefangen, fast erstarrt auf unseren Plätzen, während unsere Sinne im Rhythmus der Melodien entflohen. Die Musik entführte uns weit über die Bühne hinweg, in einen Raum wo die Emotionen sämtliche Worte übertrafen. Am Ende des Konzerts begleitete uns eine einzigartige Stimmung und zwar die, an einer seltenen Erfahrung teilgenommen zu haben, intensiv und zutiefst menschlich. Wir alle waren auf besondere Weise glücklich diesen Moment zusammen erlebt zu haben.

Für einige von uns blieb diese Erfahrung zum Teil unerklärlich. Atlantis hat uns in ein seltsames Universum mitgenommen, faszinierend und schwierig mit Wörtern zu beschreiben. Vielleicht oder gerade deshalb besteht die Stärke dieser Musik darin « uns spüren, reisen und träumen zu lassen, ohne dabei alles verstehen zu müssen ».

 

Ahn

25. Juli : Familienausflug nach Ahn

Für den Familienausflug fuhren wir mit dem Bus nach Ahn, ein typisches Winzerdorf an der luxemburgischen Mosel. Bei hochsommerlichen Temperaturen war der ansteigende Fußweg zum Picknickplatz für so manchen Teilnehmer etwas anstrengend, doch im eigenen Rhythmus erreichte schlussendlich jeder das Ziel. Im Schatten eines Holzüberdachs nahmen wir gemeinsam das Picknick ein, dazu hatte jeder etwas mitgebracht um mit den anderen zu teilen. Währenddessen konnte man seinen Blick über das Moseltal schweifen lassen.

Am frühen Nachmittag starteten wir unsere geführte Tour durch die Weinberge am Ort genannt « Palmberg ». Jutta, unsere Führerin, gab uns interessante Erklärungen zu der Kultur von Weinreben und auch zu der umgebenden Vegetation. So erfuhren wir, dass die Bezeichnung « Palmberg » daher stammt, dass seit der Römerzeit ein Großsteil der Vegetation aus Buchsbaum besteht (luxemburgisch: « Pëllem »). Leider sind auch hier die meisten Hecken bereits stark beschädigt, einerseits wegen der Raupe des Zünslers und andererseits wegen des Klimawandels.

Ahn

Der Rundgang war stellenweise etwas herausfordernd, doch mit Rücksicht und ein paar guten Ratschlägen leitete Jutta alle Teilnehmer sicher über die schwierigen Passagen. Auch dank der gegenseitigen Hilfestellung, wurde er gemeistert.

Etwas müde, doch in guter Stimmung, beendeten wir diesen Tag bei einem lokalen Privatwinzer, wo wir es uns bei einem kalten Büffet schmecken ließen und wir auch die Möglichkeit hatten, einige Weine aus seiner Produktion zu verkosten.

Man kann am Ende hervorheben, dass dieser Ausflug einerseits die Solidarität unter den Teilnehmern herausforderte, andererseits trug er zur Erweiterung unseres Wissens über die luxemburgische Kultur bei.

 

Esch

1.August : Konschthal in Esch-sur-Alzette

Am 1. August hatten wir die Gelegenheit, in der „Konschthal“ die Ausstellung « État de bruit – Zustand des Lärms » zu besuchen, die sich mit der Rolle des Lärms in unserem Alltag und seinem Einfluss auf unsere Lebensweise und die Wahrnehmung unserer Umgebung befasst.

Anhand der Werke von sechs Artisten, lud die Ausstellung dazu ein, uns all dieser Geräusche, die uns im Laufe des Tages umgeben, bewusst zu werden. Der Lärm begleitet unsere Aktivitäten, lenkt uns ab, stört manchmal unsere Gewohnheiten und dringt nach und nach in unsere Umgebung ein, bis er fast unhörbar wird, so sehr sind wir daran gewöhnt. Die Ausstellung regt zum Nachdenken an, über eine Realität die uns umgibt, der wir aber keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Die verschiedenen Werke griffen auch die Effekte der Lärmverschmutzung auf, sowohl auf unser Wohlbefinden wie auch auf unsere Gesundheit, wie Stress, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und noch viele andere.

Bei unserem Besuch konnten wir auch die Ausstellung einer ukrainischen Künstlerin bewundern, mit Werken aus feinem weißen Porzellan. Dies hat uns erlaubt ein ganz anderes künstlerisches Universum zu erkunden und die Feinheit und Delikatesse der Werke zu schätzen. Einige Werke haben uns auch wegen ihrer Form, ihrer Position angesprochen. Durch ihren evokativen Aspekt konnten sie an kriegsbezogene Situationen, mit ihren Konflikten und Konsequenzen, erinnern. Diese Anspielung war sowohl offensichtlich wie auch subtil und ließ jedem die Freiheit zur Interpretation.

Esch

Ein Workshop zum Thema Freiheit

Am Ende dieser künstlerischen Entdeckung, haben wir an einem Gravier-Workshop teilgenommen, animiert von den Begleiterinnen der « Konschthal“. Nach ein paar vereinfachten Erklärungen über die Gravurtechnik, hat jeder zu einem besonders inspirierenden Thema gearbeitet : die Freiheit. Wir konnten unserer Fantasie freien Lauf lassen und unsere eigene Gravur so kreieren, die dem, was Freiheit für einen selbst bedeutet, eine persönliche Form gibt.

Noémie : « Es ist das erste Mal, dass ich eine Ausstellung auf diese Weise entdecke und ich habe es sehr gemocht die Werke zu erkunden. Mit den Erklärungen des Gastführers, konnte ich vieles lernen und neue Entdeckungen machen.

Zusätzlich zu Etat de bruit konnten wir eine weitere Ausstellung entdecken, die der ukrainischen Porzellankunst gewidmet war und konnten mehr über die Symbolik dieser kleinen Figuren erfahren. Und als Sahnehäubchen, haben wir an einer Gravuraktivität teilgenommen ! Das war eine schöne Erfahrung und eine andere Art und Weise die Kunst zu entdecken, indem wir selbst etwas erschaffen.

Für mich war dieser Tag wirklich gut gefüllt, so wie ich noch nie einen erlebt habe. Ich habe gelernt, entdeckt, kreiert und vor allem, einen sehr schöne Zeit mit der Gruppe verbracht. »

 

Alzingen

14. August : musikalisches Picknick in Hesperingen

Mitte August nahmen wir mit Freude an einem großen kollektiven Picknick im Rahmen des Konzerts Tribute to Pink Floyd teil, das im schönen begrünten Park von Hesperingen stattfand. Für einige von uns hatte dieser Abend einen ganz besonderen Geschmack, die Musik von Pink Floyd markierte unsere Jugend und ließ viele Erinnerungen wieder aufleben.

Auf dem Rasen des Parks installiert, konnte jeder auf seine Weise das Konzert genießen. Einige hatten es sich sitzend bequem gemacht, andere stehend, von denen ein paar sich tanzend und singend von der Musik mitreißen ließen. Noch andere haben einfach die Augen geschlossen und ließen sich von den Melodien tragen.

Über die Musik hinaus, hat dieser Abend vor allem erlaubt, einen schönen Moment der Freude und Geselligkeit zu teilen. Musikstücke erneut zu entdecken, die einen Teil unseres Lebens begleiteten, sie gemeinsam mit anderen zu hören und unsere Begeisterung frei auszudrücken, hat diese Erfahrung besonders angenehm gemacht.

Die Jugenderinnerungen vermischten sich so mit dem Genuss des gegenwärtigen Moments, in einer entspannten und herzlichen Atmosphäre.

Eine schöner Abend, einfach nur getragen von Musik, Erinnerungen, Teilen und Glück.

 

Camping

22. und 23. August : Wochenende im Herzen der Natur im Ösling

Das Abenteuer hatte eigentlich schon lange vor unserer Ankunft auf dem Campingplatz begonnen. Schon von Anfang an, im Bus, wurden wir von einer tollen gemeinsamen Energie und einer großen Vorfreude auf das Zusammensein getragen. Es gab viele Gespräche, viel Gelächter und jede Menge Begeisterung: Wir hatten bereits das Gefühl, dass diese beiden Tage etwas ganz Besonderes werden würden.

Gleich nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz haben wir uns Zeit genommen, uns zu organisieren. Es wurden verschiedene Gruppen gebildet, und die Regeln für das Zusammenleben wurden uns vorgestellt und ausgeteilt. So wusste jeder, was er zu tun hatte, und konnte zum reibungslosen Ablauf dieses gemeinsamen Abenteuers beitragen, damit jeder den Aufenthalt in vollen Zügen genießen konnte. Kaum hatten wir uns eingerichtet, bezogen wir unsere Tipis, bevor wir gemeinsam ein erstes Picknick genossen. Am Nachmittag kümmerten sich einige darum, den Grill für das Abendessen vorzubereiten, während andere zu einer schönen Wanderung in Richtung See aufbrachen.


Während dieser Wanderung durch den Wald, auf der sich steile Anstiege und Abstiege abwechselten, bekamen wir auch einen interessanten historischen Aspekt der Landschaft nähergebracht. Früher wurden Grundstücksgrenzen oft durch Eichen markiert. Diese Bäume, die wir hier und da entlang der Strecke beobachten konnten, sind auch heute noch vorhanden. In diesem Teil des Waldes, der heute weniger bewirtschaftet wird als früher, haben diese alten Bäume ganz natürlich ihren Platz inmitten der Vegetation gefunden. Eine schöne Art, die Landschaft zu verstehen und zu erkennen, wie die Spuren der Vergangenheit in der Natur, die uns umgibt, noch immer sichtbar sind. Der gewundene Weg führte uns zu einem herrlichen Ort direkt am Wasser. Wir haben viel über Trinkwasser und dessen Bewirtschaftung gelernt – eine besonders interessante Entdeckung. Außerdem erhielt jeder eine Trinkflasche von der SEBES (Wasserversorgungsverband des Staudamms von Esch-sur-Sûre).

 

 

Camping

Auf dem Rückweg fuhren wir mit dem Shuttleboot zum Wassersportzentrum – eine entspannte Art, diese Wanderung ausklingen zu lassen, bevor wir zum Campingplatz zurückkehrten, wo uns unsere Freunde erwarteten. Der Tag klang bei einem Grillabend und am Lagerfeuer in geselliger Runde aus. Müde, aber glücklich über diesen ereignisreichen Tag, zogen wir uns in unsere Tipis zurück.

Auf der Suche nach dem Grünen Mann

Am Sonntagmorgen wartete ein neues Abenteuer auf uns, alle zusammen gingen wir auf die Suche nach dem mysteriösen « Grünen Mann ». Es war auf « Runschelt », wo wir endlich diese mehr als 600 Jahre alte Figur antrafen. Er nahm uns mit auf die Entdeckungsreise vieler Geschichten über die Natur und ihre Reichtümer die uns umgeben. Die Devise dieser Aktivität war einfach : zuhören, schauen, schmecken, austauschen und lachen. Eine originelle Erfahrung, lehrreich und voller Entdeckungen, die wir sicher sobald nicht mehr vergessen !

Dieses Wochenende war ein voller Erfolg. Zwei großartige Tage, an denen wir dank des schönen Wetters die Natur in vollen Zügen genießen konnten, vor allem aber mit einer Gruppe, in der jeder sein Bestes gegeben und auf seine Weise zum reibungslosen Ablauf des Aufenthalts beigetragen hat. Über die Aktivitäten und Entdeckungen hinaus hat uns dieses Wochenende vor allem daran erinnert, wie viel stärker wir sind, wenn wir gemeinsam vorankommen. Wie Henriette es so treffend formuliert hat:

« Allein trifft man kaum im Wald auf den Grünen Mann. Aber wenn man gemeinsam sucht, wird man ihn zwingend finden ! »

Eine schöne Lektion, die den Geist dieser beiden Tage perfekt zusammenfasst : Gemeinsam können wir schöne Dinge erreichen und darauf stolz sein.

 

Villa Vauban

27. August : Ausstellung und Workshop « Crazy Collage" in der Villa Vauban 

Das diesjährige kulturelle Sommerprogramm haben wir am 27. August mit einem Besuch in der Villa Vauban abgeschlossen. Ein Guide führte uns durch die permanente Ausstellung mit interessanten Erklärungen zu den Gemälden aus dem 17ten bis Mitte des 19ten Jahrhunderts. Die früheren Bilder weisen wenig leuchtende Farben auf und das liegt vor allem daran, dass damals besonders die rote Farbe sehr teuer war und die meisten Maler sich diese nicht leisten konnten.

Die Gemälde der « Royalen Kollektion » von Jean-Pierre Pescatore, der ein leidenschaftlicher Kunstsammler war, sind ganz besonders sehenswert.

Nach dem Rundgang konnten wir unsere eigene Kreativität beweisen. Aus einer Reihe gedruckter Kopien der Ausstellungsbilder konnte jeder seine Favoriten aussuchen und mit ausgeschnittenen Fragmenten eine phantasievolle Collage zusammensetzen.

Diese Ausstellung gefiel uns so gut, dass wir uns bereits auf einen weiteren Besuch im nächsten Jahr freuen.